Am Abschlag rauscht
der Wasserfall
Der Ferienclub "Il Pelagone"
bietet fast perfekten Golf-Urlaub inmitten einer atemberaubenden
toskanischen Landschaft.
Ein ziegelsteinfarbenes Haus schmiegt sich oben an
den Hang, am Horizont sind schemenhaft die Anhebungen
von Elba auszumachen. Zypressen strecken sich in den
Himmel, Olivenbäume glänzen silbrig in der
Sonne und Pinien rauschen im Wind.
Es ist ein wunderbarer Anblick, der sich auf
der Golfanlage "Il Pelagone" (das etruskische
Wort für Paradies) zwischen Pisa und Rom, im südtoskanischen
Marremo, bietet.
Das einzige, was den Blick auf die Natur zwischen den
Abschlägen trübt, ist die mittelstark befahrene
Autopista, die am Golfplatz vorbei führt. Doch
die Autos machen sich eigentlich nur bei den ersten
paar Löchern bemerkbar, danach zieht die gut gepflegte
Anlage den Spieler in seinen Bann. Die 18 Löcher
sind abwechslungsreich gestaltet und lassen sich bequem
zu Fuß durchspielen, ein Zweier-Flight braucht
nicht länger als vier Stunden.
Das vierte Loch gehört zu den schönsten:
Dort schlägt man über eine kleine Kluft ab,
in der künstlich angelegte Wasserfälle hinunterplätschern
(Par 4). oder das 18 Loch (Par 6): Ein "Dog Leg",
in dessen Kniekehle sich ein kleiner See mit laut quakenden
Fröschen in der Sonne spiegelt. Vor den zahlreichen
Gewässern auf der Anlage sollte man sich allerdings
hüten: Sie ziehen Golfbälle geradezu magisch
an. Anfänger sollten einen Schwung mehr einplanen
und das Wasser umspielne - nach dem dritten "Platsch"
verliert so manch ein Spieler die Selstbeherrschung.
Die Teiche locken auch viele Tiere an:
Fischreiher kreisen auf der Suche nach Beute über
den Platz, Nutrias - eine Biber-Art - schwimmen in aller
Seelenruhe darin herum. Trotz Autopista ist die Anlage
relativ ruhig gelegen, die nächste Ortschaft ist
vier Kilometer entfernt. |
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Schatzkammer
des guten Spiels
Die Toskana begeistert nicht
nur durch
ihre Weine. Zwischen chianti und Olivenbäumen findet
der Golfer
traumhafte Plätze.
Langweilig muss es Golfspielern deshalb nicht werden:
Bei den angrenzenden Apartments, wo fiepsende Schwalben
im Tiefflug durch die Gärten segeln, befinden sich
drei Swimming-Pools, eine Sauna und ein kleines Ayurveda-Wellness-Center.
Auf der Driving Range inklusive Sand-Bunker und Green
lässt dich an der Technik feilen. Die Besucher
sind vor allem Deutsche und Österreicher aus der
Mittel- und Oberschicht, vereinzelt auch Italiener.
Der Ferienclub, der zu den österreichischen Cordial
Hotels gehört, öffnet sich damit einem breiteren
Publikum, die Golf um des Sportes Willen spielen wollen
und bietet auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene
an.
Es fragt sich allerdings, ob Familien mit nicht-golfenden
Mitgliedern hier so richtig glücklich werden: Der
zum Ferienclub gehörende Strand ist 18 Kilometer
entfernt. Wer sich also nicht aufs Golfen allein beschränken
will, sollte auf jeden Fall ein Auto dabei haben - schließlich
lockt die Toskana auch mit zahlreichen kulturellen Angeboten.
Am besten eignet sich die Anlage jedoch für Golfspieler,
die ihre Saison um ein Paar Wochen verlängern wollen.
Im November und Februar ist der Platz bei Temperaturen
um die 15 Grad bespielbar.
GOLF-inter.net bietet
non November bis März sieben Übernachtungen
im Doppelzimmer inklusive Frühstück und Platzgebühr
für 490 Euro pro Person bei eigener Anreise an
(etwa mit Ryanair von Baden-Baden nach Rom oder Hapag-Llayd
Express von Stuttgart nach Pisa). Mehr Informationen
unter www.golf-inter.net. |